Sicherheit bei der künstlichen Befruchtung

Sicherheit bei der künstlichen Befruchtung
Enige der Paare, bei denen eine künstliche Befruchtung angewendet werden muss, haben Angst, dass sich ihre Spermien, Eizellen und Embryonen mit denen von anderen vermischen könnten. Die Sicherheitsschritte unten, wurden dafür entwickelt, um solche Risiken zu verhindern.

Überwachung der Eizellenreifung

  • Die Reifung der Eizellen wird periodisch per Ultraschall überwacht. Bei jeder Kontrolle wird der Name des Patienten mit dem Namen auf der Patientenakte verglichen und kontrolliert.
  • Die gemachten Messungen werden in der Akte vermerkt.
  • Die Namen der Medikamente sowie die Dosis werden immer schriftlich gemacht, um irgendwelche Fehler zu vermeiden.
  • Wenn auch nicht bei der Insemination und dem zeitlich abgestimmten Geschlechtsverkehr, wird bei der künstlichen Befruchtung und der Mikroinjektion darauf hingewiesen, dass die Zeitplanung für die Eisprungsauslösende Spritze wichtig ist. Dieser Punkt wird speziell angesprochen

Der Tag für das Sammeln der Eizellen

  • Bei Paaren, bei denen am besagten Tag die Proben entnommen werden sollen, wird die Patientenakte kontrolliert und ihnen werden feste Armbänder angehängt, woraufhin sie in den Warteraum geführt werden.
  • Die Fotokopien der Heiratsurkunde und der Ausweise, welches die Paare mit sich gebracht haben, werden kontrolliert und der Patientenakte hinzugefügt. Auch werden die Paare gebeten, die ‘Einverständniserklärung für Paare, die sich einer assistierten Reproduktionstechnik unterziehen möchten’ durchzulesen und zu unterschreiben. Die mitgebrachten Fotos werden kontrolliert und im Beisein der Paare auf das Formular geklebt.
  • Der Name und Nachname am Armband des Mannes, für den gemäss den Informationen in der Akte das ‘Informationsblatt der Laborwerte des Patienten’ ausgefüllt wurde, werden vom Laborpersonal kontrolliert und er wird in das Zimmer für die Abgabe der Spermaprobe geführt.
  • Der Mann wird nach seinem Namen und Nachnamen gefragt und in seinem Beisein, so dass er es auch sehen kann, wird auf die Spermaprobe mit einem Glasstift sein Name und Nachname geschrieben. Nachdem auch der Name seiner Ehefrau vermerkt wurde, wird die Spermaprobe dem Mann überreicht.
  • Vom Patienten, der die Spermaprobe abgegeben hat, wird erwartet, dass er das Formular ‘Aushändigungsformular für die Spermaprobe’ ausfüllt und unterschreibt, worin er bestätigt, dass die Probe ihm gehört.
  • Bei den männlichen Patienten, die sich aus verschiedenen Gründen einer PESA/TESA/TESE Prozedur unterziehen müssen (das Entnehmen von Spermien aus dem Hoden), wird die Armbandkontrolle von der Krankenschwester gemacht und erst danach wird er in den chirurgischen Raum geführt. Nachdem auch vom Arzt nochmals die Namenskontrolle durchgeführt wurde, wird das entnommene Gewebe dem Labormitarbeiter übergeben. Nachdem auch der Labormitarbeiter die letzte Kontrolle durchgeführt hat, füllt er die entsprechenden Laborformulare aus.
  • Um irgendwelche Verwechselungen auszuschliessen, wurde der Mitarbeiter im Andrologie Labor so ausgebildet, dass er jede Probe einzeln bearbeitet. Nach jeder Bearbeitung einer Probe eines Patienten, werden die verwendeten Materialien entsorgt, und nachdem die notwendigen Reinigungsmassnahmen vorgenommen wurden, wird die nächste Probe mit den vorbereiteten neuen Materialien bearbeitet.
  • Nachdem sichergestellt wird, dass die notwendigen Spermazellen entnommen wurden, wird dem Mann mitgeteilt, dass er sein Armband abnehmen kann.
  • Die Frau, bei der Eizellen entnommen werden sollen, wird nach der Kontrolle des Armbands und des Namens in den Operationsraum geführt. Nachdem die notwendigen Vorbereitungen getroffen wurden, werden vom Gynäkologen sowie dem Anästhesisten die letzten Kontrollen durchgeführt und erst danach werden die Eizellen eingesammelt.
  • Der Labormitarbeiter, der einen Tag vor der Prozedur das „Patienteninformationsformular für das Labor” anhand der Informationen in der Patientenakte ausfüllt und die notwendigen Vorbereitungen trifft, klebt die Etiketten, die den Namen und Nachnamen des Patienten sowie das Datum beinhalten, auf die Regale, die für den jeweiligen Patienten vorbereitet wurden. Unter jedem vorbereiteten Becher wird der Name und Nachname des Patienten mit einem Glasstift geschrieben und dann ins Regal gestellt. Nach der Entnahme der Eizellen, werden nochmals der Name und Nachname geprüft und die entnommenen Eizellen werden werden in die Becher, unter denen der richtige Name und Nachname stehen, platziert und in das Regal gestellt, wo auf dem etikett der zutreffende Name und Nachname des Patienten steht.
  • Bei den Gamet-Zellen und Embryonen, die während und nach der Prozedur verfolgt werden, wird bei der Überwachung immer dieses doppelte Kontrollsystem angewandt und im Informationsformular des Patienten werden schriftliche Einträge gemacht.

  • Paare, die sich an das Zentrum per Telefon oder persönlich melden, werden an der Empfangs- und Registrierungstheke in den Terminkalender eingetragen und ein geeigneter Zeitpunkt wird ausgewählt. Die Notfallnummern, über die die Paare bei Bedarf zu erreichen sind, werden ebenfalls in dieses Heft registriert. Da ärztliche Einträge ohne einen Gerichtsbeschluss nicht an dritte Personen oder Institutionen weitergegeben werden dürfen, besteht kein Risiko darin, dass die Familien ihre Adressen und Telefonnummern mit uns teilen.
  • Die Paare, die für ihren Termin kommen, konsultieren den verantwortlichen Arzt und bekommen alle notwendigen Informationen. Das Paar, dessen Anamneseerhebung gemacht wird, wird untersucht und per Ultraschall abgescannt und die Ergebnisse werden in die Patientenakte registriert.
  • Falls notwendig, werden dem Patienten die notwendigen Konsultationen und Techniken erklärt und erwartet, dass er diese durchführen lässt.
  • Nachdem die Ergebnisse der Konsultationen und Tests vorliegen, werden sie ins ‘Patienten Evaluationsformular’ eingetragen. Die Familie wird darafhin informiert.
  • Im Lichte aller eingesammelten Daten, werden die Paare über die festgelegte Therapieform, die Risiken, die finanziellen und medizinischen Bürden mit den letzten Informationen und Prognosen aufgeklärt und es wird von ihnen erwartet, dass sie sich für die Behandlung entscheiden.
  • Die Paare, die zur Therapie kommen, werden daran erinnert, dass sie jeweils ein Foto sowie die Fotokopien ihrer Heiratsurkunde und ihrer Ausweise bei sich haben müssen.
  • Nachdem die verantwortliche IVF Krankenschwester die Patientenakte und Dokumente kontrolliert hat, trägt sie die geeigneten Dosen für die Therapie sowie die Anwendung der Medikamente durch Nutzung der vorhandenen Formulare gemäss dem Ärzteprotokoll ein und erklärt sie den Patienten.
  • Die notwendigen Rezepte werden ausgestellt.
  • Die Anwendungsapparate (Stift, Injektor) für die Medikamente werden der Familie auf angewandte Weise gezeigt.

Am Tag des Embryo Transfers

  • Bevor die Patienten, bei denen ein Embryo Transfer entschieden wurde, zur Prozedur herangezogen werden, werden die Armbänder kontrolliert und sie werden dann in den Raum geführt. Beim Transfer wird ein letztes Mal der Name und Nachname des Patienten laut verlesen und dann die Prozedur vorgenommen.
  • Nach dem Ausruhen werden dem Patienten die notwendigen Informationen in mündlicher und schriftlicher Form gemacht. Das Armband des Patienten wird daraufhin entfernt und er wird nach Hause geschickt.