Infertilität beim Mann

Infertilität beim Mann
Varikozele, Hormonell, Verstopfung im Spermiengang, Infektion, Hodenhochstand, Errektionsprobleme, Immunologische Gründe, Strukturelle Probleme, Keimdrüsenunterfunktion, Hodenkrebs, Genetische Faktoren, Das Ausbleiben der Spermienproduktion, Unbekannte Gründe

Sterilität des Mannes

Da ohne eine Errektion kein Geschlechtsverkehr stattfinden kann, wird es auch keine Schwangerschaft geben. Aber einen Zusammenhang zwischen einem vorzeitigen oder späten Samenerguss gibt es nicht. Wichtig ist, dass das Spermium von der Vagina Richtung Gebärmutter wandert, die Eileiter passier und die Eizelle findet. Also, wenn es eine Ejakulation (Samenerguss) gibt, dann gibt es auch eine Chance für eine Schwangerschaft.

Einige rheumatische Erkrankungen sowie die bei der Therapie verwendeten Medikamente stören die Spermienproduktion. Dieser Zustand wird im Kapitel „Immunologische Infertilität” detalliert behandelt.

Wenn sich der Harngang im Penis in der Nähe der Stelle befindet, wo sich der Penis mit dem Körper vereinigt, kann dies die Ejakulation in die Vagina verhindern.

Bei manchen Männern ist die Anzahl der Spermien mit der Geburt niedrig. Deshalb ist auch die austretende Anzahl niedrig. Bei manchen Männern verringert sich diese Anzahl mit der Zeit auf Null.

Bei einem Tumor im Hoden verringert sich die Produktion von Spermien, auch wenn keine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wird. Deshalb sollte von jedem Patienten, der die Diagnose Hodentumor erhält und der sich Kinder wünscht, Spermien entnommen und eingefroren werden. Nach der Tumorbehandlung werden die eingefrorenen Spermien aufgetaut und bei der künstlichen Befruchtung verwendet. In Fällen, wo eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt wird, wird das spätere Auffinden von Spermien sehr erschwert. In ganz schwierigen Fällen können sogar vom Hoden, der wegen des Tumors entfernt wurde, Spermien rausgesucht und eingefroren werden.

Ist der Zustand, wenn der Durchmesser der Gefässe, die das verunreinigte Blut in den Hoden sammeln, grösser als normal ist. Wie bekannt ist, befinden sich die Hoden ausserhalb des Körpers in einem Sack. Um gute Spermien zu produzieren, müssen die Hoden nämlich ein kühleres Umfeld als die Körperwärne haben. Im Falle einer Varikozele wird sich in den erweiterten Gefässen viel Blut stauen, wodurch sich die Temperatur in den Hoden erhöhen wird, wodurch wiederrum die Spermienproduktion beeinflusst wird. Diese negative Beeinflussung ist vor allen bei einer schweren Varikozele (3. Grades) der Fall und nicht bei der einfachen oder mittelschweren Varikozele.

Das Fehlen der FSH oder LH Hormone oder das Erhöhte Vorkommen des Milchhormons verschlechtern die Spermienproduktion. Bei der Therapie werden die fehlenden Hormone ergänzt oder der zu hohe Hormonspiegel wird gesenkt.

Wenn durch eine Infektion oder wegen eines chirurgischen Eingriffs im Gang eine Verstopfung entsteht, können die Spermien nicht austreten und sie stauen sich direkt hinter der Verstopfung. Manchmal besteht diese Verstopfung schon mit der Geburt wegen des Fehlens der Gänge. In diesen Fällen können mit der PESA (die Entnahme per Spritze direkt hinter der Verstopfung, wo sich die Spermien stauen) oder TESA (die Entnahme von Spermien aus dem Hoden) Methode Spermien erhalten und eine künstliche Befruchtung kann durchgeführt werden.

Die weissen kugelförmigen Blutkörperchen in den Spermien schütten einige Sekrete aus, um Bakterien zu bekämpfen. Diese Sekrete und Chemikalien können auh die Spermien schädigen. Aber dieser Zustand verhindert am meisten nur eine natürliche Schwangerschaft. Bei der Insemination oder bei der künstlichen Befruchtung werden die Spermien gewaschen und möglichst von diesen Faktoren befreit.

In den Hoden, die nach der Geburt nicht in de Hodensack gleiten und in der Leistengegend bleiben, wird die Spermienproduktion gestört. Der Grund hierfür ist, dass die dortige Temperatur höher ist als im Hodensack. Deshalb sollte ein Hodenhochstand wenn möglich noch vor Eintritt der Pubertät entdeckt und operiert werden. Bei Operationen, die nach Eintritt der Pubertät durchgeführt werden, ist die Erfolgsquote geriger.

Warum kommt es zu einer Zeugungunsfähigkeit des Mannes

Einige Gendefekte, die von der Familie übertragen werden oder Chromosomenschäden wie XXY (Klinefelter Syndrom), senken die Spermienanzahl oder verhindern die Spermienproduktion ganz. Hierbei ist die Chance bei der Mosaikform des Klinefelter Syndroms Spermien zu finden höher als bei den Komplettfällen.

 Der Grund hierfür, ist das Fehlen von Spermienstammzellen mit der Geburt. Selbst mit der TESA oder TESE Prozedur können keine Spermien ausfindig gemacht werden. Diese Patienten haben keine Möglichkeit für eine künstliche Befruchtung.

Bis heute, konnten nicht alle Gründe geklärt werden, die eine Verringerung oder Störung beim Spermium herbeiführen. Obwohl einige Risikofaktoren wie Fahrer sein, das Tragen von enger Unterwäsche, den Beruf des Bäckers ausüben, arbeiten in der Farbproduktion oder Möbelproduktion, Alkohol oder Rauchen festgelegt werden konnten, sind nicht alle Arbeiter, die im gleichen Beruf oder sogar an der gleichen Arbeitsstätte arbeiten, unfruchtbar und bei einigen Männern, die überhaupt keine Risikofaktoren tragen, kann sich trotzdem Unfruchtbarkeit zeigen. Deshalb wird bei der Behandlung der Infertilität heutzutage auf die Auswahl der Methode gemäss dem Zustand der Spermien wertgelegt.